Zwei neue Ultras

Das TorTour-Training läuft nach kleineren Startschwierigkeiten nun endlich ganz gut. Bei mir. Und Kerstin läuft das ganze Training mit. Wir wollen in zweiwöchigen Abständen Marathons laufen. So der Plan. Und zwei Wochen nach dem ruWel 13 steht nun am 29. Februar 2020 der ruWel 14 an. Wieder ein Marathon auf unserer festausgeschilderten Marathonroute. Als wir vorher auf einer längeren Abendrunde von Welver aus in Richtung Uentrop laufen, finden wir eine schöne Strecke, die man mit der Route verbinden könnte. Und nach etwas Streckenbastelei am Rechner haben wir die Marathonroute schließlich verlängert… auf 50 km. Der ruWel 14 wird der 1. Rund-um-Welver-Ultramarathon.

Wir treffen uns zu siebt um kurz vor 9:00 Uhr an der Bördehalle in Welver. Steffi, Mark, Micha, Günter und ich. Und Sabine und Kerstin, die noch nie vorher 50 km gelaufen sind. Der Vorteil an der so veränderten Marathonroute ist, dass man unterwegs bei Km 33 entscheiden kann, ob man die Zusatzschleife laufen möchte oder ob man „nur“ den Marathon läuft. Und die beiden behalten sich vor, diese Entscheidung wirklich erst unterwegs zu treffen.

Nach dem obligatorischen Startfoto laufen wir los. Das Wetter scheint gut zu werden. Ideal zum Laufen. Die Sonne scheint, es ist nicht zu windig und es macht uns richtig Spaß, das Welveraner Umfeld laufend zu erleben. Es wird wieder viel gequasselt und die Zeit und die Strecke verlaufen sehr angenehm. Bis wir bei Km 5 an einen Bahndamm kommen, dessen ehemalige Unterführung durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage 15 cm tief geflutet ist. Nach kurzer Überlegung klettern wir durch dorniges Gestrüpp über den Damm und kommen mit trockenen Füßen auf die andere Seite. Da haben wir nochmal Glück gehabt!

Es läuft fröhlich weiter, bis wir bei Km 20 in Borgeln ankommen. Hier wartet Roland schon, der uns auf den kommenden 30 km begleiten möchte. Nach kurzer Begrüßung laufen wir weiter und ab hier schiebt uns der Wind, den wir vorher noch im Gesicht hatten, leicht über die Strecke. So erreichen wir nach einiger Zeit Vellinghausen. Hier bei Km 33 müssen wir nun jeder die Entscheidung fällen, welche Strecke wir heute unter die Sohlen nehmen wollen. Sabine und Kerstin sind beide noch gut unterwegs, auch wenn vorher jeder in der Gruppe mal einen Durchhänger hatte. So ist das bei Gruppenläufen: Jeder hat zwischendurch mal mit seiner Motivation oder seinen Kräften zu kämpfen, aber die Gruppe passt sich dann an und so kommen alle gemeinsam weiter über die Strecke.

Sabine und Kerstin entscheiden sich für „Ganz“. Also verlassen wir nun zusammen die Marathonroute und laufen ganz nah am Kraftwerk Uentrop vorbei in Richtung Datteln-Hamm-Kanal, dem wir ein zwei Kilometer folgen. Dann biegen wir wieder ab in Richtung Welver und kommen bei Streckenkilometer 36,5 wieder auf die Marathonroute. Hier haben wir inzwischen 44,5 km auf dem Tacho und nun folgen wir wieder mit viel Wind im Gesicht der Routenbeschilderung bis ins Ziel an der Bördehalle. Auf den letzten Kilometern zieht sich unser Grüppchen dann doch leicht auseinander, da alle einfach nur noch ankommen wollen. Sabine und Kerstin wird nun bewusst, dass sie gerade dabei sind, ihren ersten Ultra zu finishen. Zum ersten Mal 50 km am Stück. Mit einem Blick auf die Uhr kommt dann auch noch die Erkenntnis, dass das „unter sechs Stunden“ klappen könnte, wenn wir uns nun noch etwas anstrengen. Und so machen wir sogar noch einen Schlussspurt, zumindest so gut es noch geht.

Nach 5:59;39 Stunden erreichen wir das Zielschild an der Bördehalle. Hurra! Sabine und Kerstin haben ihren ersten Ultra gefinisht. Erschöpft aber stolz können die beiden es gar nicht glauben, dass sie heute wirklich das erste Mal 50 km gelaufen sind. Und Kerstin ist vor zwei Wochen noch Marathon gelaufen. Sehr cool. Mit einem Finisherbier und selbst gebackenen Nussecken feiern wir anschließend die neuen Ultras an unserem Kofferraum.

Nun gönnen wir uns ein paar Tage Pause ohne zu laufen, denn Regeneration ist wichtig. Und dann läuft es weiter. In zwei Wochen steht der nächste Marathon an. In Münster wollen wir dann 105,5 Runden drehen. 🙂

Der nächste ruWel startet übrigens am 28. März 2020. Wieder um 9:00 Uhr an der Bördehalle in Welver. Habt ihr Lust und Zeit? Mehr Infos findet ihr hier.

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