2. Dortmunder Waldmarathon

Das Jahr 2017 ist nun schon zwei Wochen alt. Und für mich steht am Sonntag, 15. Januar, der erste Marathon in diesem Jahr an: der Dortmunder Waldmarathon. Eigentlich sollte meine Marathonsaison 2017 bereits am letzten Wochenende starten. Doch leider machte das Eis uns einen Strich durch die Rechnung und die Veranstaltung fiel aus. Nun quäle ich mich am Sonntagmorgen um 5:45 Uhr aus dem Bett und fahre zum Dortmunder Augustinum. Von hier aus geht es um 8:00 Uhr zusammen mit 13 weiteren Marathonis los durch die sehr hügeligen Wälder des Dortmunder Südens.

Lauffreund Hans hat für heute eingeladen und ich bin immer wieder gerne bei seinen „kleinen“ Einladungsgruppenlauf-Marathons dabei. Es wird gequatscht und gefachsimpelt und die gute Zeit steht bei keinem der Teilnehmer im Vordergrund. Es macht immer wieder Spaß mit einigen „Gleichgesinnten“ für ein paar Stunden durch die Gegend zu laufen und einen weiteren Marathon zu sammeln.

In den letzten Monaten war ich – für meine Verhältnisse – etwas lauffaul. Wobei das eigentlich schon wirklich etwas lustig ist, denn in den letzten Monaten des Jahres bin ich immerhin vier Marathons gelaufen. Doch für mein normales Laufverhalten ist das wenig, denn im ganzen letzten Jahr bin ich immerhin 25-mal die Marathondistanz oder länger gelaufen. Nun steht im August ein neues Großabenteuer an: der Mauerwegslauf in Berlin über 100 Meilen (161 km).

Dafür will ich jetzt mein Langlaufpensum wieder erhöhen und in einem Gespräch während des Waldmarathons mit meinem Lauffreund Uwe rutscht mir die Bemerkung raus, dass ein Marathon wieder etwas „Normales“ werden muss. Total bekloppt eigentlich, aber anders werde ich die 100 Meilen nicht schaffen. Bis August werde ich jetzt wieder Kilometer schrubben. Bei großen Veranstaltungen und auch bei kleinen so wie heute hier beim Waldmarathon. Oder auch für mich alleine, denn beim Mauerwegslauf werde ich auch viel alleine sein. Auch das muss man üben und trainieren. So lange Läufe läuft man in erster Linie mit dem Kopf und nicht mit den Füßen. 🙂

So traben wir durch die Bittermark und andere Teile des bewaldeten Ardeygebirges. Insgesamt klettern wir 900 Höhenmeter rauf und runter und beenden nach einer Bruttozeit von 5:40 und einer Streckenlänge von 43 km den Dortmunder Waldmarathon. Zum Rumstehen und für eine Finisherparty am Kofferraum ist es zu kalt, daher ziehe ich mich schnell um, bedanke mich ganz herzlich bei Hans für die Orga und die Streckenführung und fahre dann schnell zu Regina. Dort fülle ich meine Speicher wieder auf und haue mich aufs Sofa. Beine hochzulegen kann so schön sein…

Mein erster Marathon 2017 ist gelaufen. Insgesamt meine Nummer 163. In den kommenden Wochen und Monaten werden noch viele folgen. Alle in Vorbereitung auf den Mauerwegslauf. Und wie gesagt… bis dahin muss das Marathonlaufen wieder etwas „Normales“ werden. 😉

 

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