Läufer im Kampf gegen den plötzlichen Herztod

Dortmund. Rund 60 Läuferinnen und Läufer aus verschiedenen Dortmunder Laufvereinen haben gestern in der Helmut‑Körnig‑Halle an einer Reanimationsschulung teilgenommen. Eingeladen hatte der LT Bittermark Dortmund den Ausbilder der Deutschen Herzstiftung und langjähriger Referent Uwe Göbel im Rahmen der bundesweiten Initiative Herzsicher.

Der Vereinsvorsitzende des LT Bittermark Rüder Arnold (li.) mit dem Trainer Uwe Göbel (Bild: Detlef Spieß)

Alle acht Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch am plötzlichen Herztod. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Sportler im Notfall schnell und sicher handeln können. „Gerade im Ausdauerbereich kommt es immer wieder zu plötzlichen Herzstillständen und dann zählt jede Sekunde“, erklärte Göbel zu Beginn. Mit seiner praxisnahen Art führte er die Teilnehmenden durch die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung: Erkennen eines Herzstillstands, Notruf, Herzdruckmassage und der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED).

Die Schulung stieß auf große Resonanz. Viele Läufer betonten, dass sie sich jetzt sicherer fühlen. „Wir hoffen natürlich, dass wir dieses Wissen nie brauchen. Wenn beim Laufen etwas passiert, möchte ich vorbereitet sein“, sagte Stephanie vom LT Bittermark. Die Initiative Herzsicher verfolgt das Ziel, möglichst viele Menschen in Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen und Sportvereine mit Defibrillatoren auszustatten. Veranstaltungen wie die gestrige in der Helmut‑Körnig‑Halle sollen dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und die Bereitschaft zum Eingreifen zu erhöhen.

Am Ende der kurzweiligen Schulung zog Uwe Göbel ein positives Fazit: „Jeder, der heute hier war, kann im Ernstfall ein Leben retten. Mehr kann man von einem Trainingsabend nicht erwarten.“

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